18.05.2017

Das Plakat in der Fußgängerzone »Endlich haarfrei« kommt da wie gerufen, meint aber nicht das, was sich Playboy-Leser und Oberärzte in der Chirurgie so vorstellen. Sondern: Oberlippenbart acht Euro, Barthaare (viele) fünfzehn Euro, Barthaare (wenige) sieben Euro, Beinenthaarung (bis zum Knie) achtundzwanzig Euro. Wer mehr weghaben will, kann es bei einem Frisör versuchen, was nicht einfach ist, Herrn Hügel fragen, der sich auskennt, oder Tabea (29). Die hatte sich zu Weihnachten eine dauerhafte Intimenthaarung von ihren Eltern gewünscht. War nicht billig (Kö, Düsseldorf), soll aber spiegelblank und »wunderschön« geworden sein. (Norbert Molitor: Im Kaff der guten Hoffnung, Piper Verlag)